Tierversicherungen
Tierkrankenversicherung für Hund, Katze und Pferd
Tierarztkosten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – nicht zuletzt durch die Neufassung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) Ende 2022. Eine Operation nach einem Kreuzbandriss beim Hund, eine Magendrehung oder eine Kolik-OP beim Pferd kann leicht mehrere tausend Euro kosten. Eine Tierkrankenversicherung soll verhindern, dass eine notwendige Behandlung am Geld scheitert.
Zwei Varianten
- OP-Versicherung: übernimmt nur Kosten rund um eine Operation (Voruntersuchung, OP, Narkose, Klinikaufenthalt, Nachbehandlung). Günstiger, deckt aber nicht die laufende Behandlung chronischer Erkrankungen.
- Krankenvollversicherung: übernimmt zusätzlich ambulante Behandlungen, Medikamente und je nach Tarif Vorsorge wie Impfungen, Wurmkuren oder Zahnbehandlungen.
Worauf Sie achten sollten
- GOT-Satz: Erstattet der Tarif bis zum zwei- oder dreifachen Satz? Notdienste rechnen höher ab.
- Jahreshöchstleistung und Selbstbeteiligung
- Wartezeiten und Ausschluss bereits bestehender Erkrankungen
- Eintrittsalter: Viele Versicherer nehmen ältere Tiere nicht mehr auf – früh abschließen.
- Rassespezifische Erkrankungen (z. B. Hüftdysplasie) – sind sie ausgeschlossen?
- Kündigungsrecht des Versicherers nach einem Leistungsfall
Besonderheiten je Tierart
- Hund: Häufige Kostenfaktoren sind Gelenk- und Bandscheibenerkrankungen, Fremdkörper-OPs und Zahnsanierungen.
- Katze: Bei Freigängern Unfallverletzungen; im Alter Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen. Viele Halter wählen eine OP-Versicherung.
- Pferd: Die Kolik-OP ist das klassische Kostenrisiko. Achten Sie auf die Einbeziehung von Klinikunterbringung und Transport.
Abgrenzung: Die Tierkrankenversicherung zahlt Behandlungen Ihres Tieres. Schäden, die Ihr Hund oder Pferd anderen zufügt, deckt die Tierhalterhaftpflicht ab – beides sind getrennte Verträge.